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Augen auf den Diabetes

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Eine Weile habe ich gebraucht, um mich zu sortieren. Für doofe Dinge gibt es keinen richtigen Zeitpunkt, aber diesmal wurde mir alles zu viel. Und dabei sah eigentlich alles so gut aus. Ein Jobwechsel zum 1. Dezember stand an und vorher waren noch zwei Wochen Tauchurlaub in Ägypten über meinen Geburtstag geplant.

Ende Oktober hatte ich ganz plötzlich einen Schatten im rechten Auge. Erst hab ich mir nicht viel dabei gedacht, weil ich manchmal bei Migräne auch Sehstörungen habe. Aber am nächsten Tag war der Schatten unverändert da und das hat mich stutzig gemacht. Also bin ich gleich zu meiner Augenärztin und sie hat dann festgestellt, dass mir ein Gefäß auf der Netzhaut geplatzt war. Und das, wo ich doch gerade Ende August erst meine routinemäßige Augenhintergrund-Check hab machen lassen. Eine weitergehende Augenuntersuchung musste nun gemacht werden. Einen Termin dafür in der Augenklinik konnte ich glücklicherweise noch für die gleiche Woche bekommen.

Am Freitagmorgen folgte dann ein Untersuchungsmarathon und am Ende wurde dann der Oberarzt hinzugezogen. Dieser Verkündete mir, dass er sofort anfangen wollte zu operieren. Diagnose: proliferative Retinopathie rechts – links noch eine mildere Form. Panik! Das war immer mein schlimmster Albtraum – nicht die Augen! Außerdem war ich völlig überrumpelt. Ich fragte den Arzt, was mit meinem anstehenden Urlaub wäre. Den müsse ich absagen. Unmöglich! Nach einigem hin und her, hat er dann eingelenkt und für die zwei Wochen bis zum Urlaub noch drei Laser-OPs angesetzt. Mit der ersten Behandlung hat er dann gleich angefangen.

Die OP an sich ist unangenehm und anstrengend aber aushaltbar. Nur reagiert meine Hornhaut hinterher extrem empfindlich auf die blöde Lupe, die dafür direkt aufs Auge gesetzt wird. Nach der ersten OP ging es noch einigermaßen. Nach der zweiten OP bin ich vor Schmerzen fast die Wände hochgegangen.

Und nun stand der 14.11. vor der Tür. Abflug nach Ägypten und diesmal ohne meine Tauchausrüstung. Tauchen war und ist erst einmal gestrichen, bis sich der Zustand meiner Augen wieder verbessert und stabilisiert hat. Ich hoffe, dass ich ganz bald wieder unter Wasser kann.

Letztendlich war der Urlaub trotzdem sehr schön. Wir haben ganz wunderbare Menschen kennengelernt und am Meer ist sowieso alles besser. Außerdem sind wir für einen Tag nach Kairo geflogen, haben uns mit einem privaten Guide unter anderem die Pyramiden und die Sphinx angesehen.

Jetzt stehen noch ein paar weitere Laserbehandlungen an, hoffentlich mit gutem Ergebnis.

Nun wünsche ich Euch auf jeden Fall erst einmal fröhliche Weihnachten und ein paar schöne, entspannte Feiertage mit Familie und Freunden.

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